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Vereinbarkeit von Familie und Erwerbsarbeit als Markenzeichen innovativer Unternehmenskultur

Modellprojekt mündet in Weiterbildungs-Paket für Führungskräfte 

Der Top-Manager mit dem Baby im Arm am frühen Abend? Der Mann, der aus Wunsch nach mehr Zeit für die Familie Teilzeit arbeitet? Solche Vorzeigebeispiele sind noch selten. Doch immer mehr Männer wünschen sich eine aktive Vaterrolle. Und immer mehr Unternehmen erkennen, dass ihnen Wettbewerbsvorteile erwachsen, wenn sie die Chancengleichheit von Frauen und Männern und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie aktiv fördern.

In dem Modellprojekt "Integration des Themas Vereinbarkeit in die Weiterbildung von Führungskräften", das das Überbetriebliche Ausbildungszentrum Elmshorn (ÜAZ) im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in enger Kooperation mit dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) entwickelt hat, wurde ein Workshop-Paket für die Weiterbildung erstellt. Das praxisorientierte Weiterbildungs-Paket zeigt Führungskräften Wege zur ausgewogenen Teilhabe an Beruf und Familie in ihrem Unternehmen auf. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie kann damit selbstverständlicher Bestandteil in der Weiterbildung von Führungskräften werden.

"Erfolg am Markt hat, wer gut ausgebildete, leistungsbereite und kreative Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vorweisen kann. Ihr Potenzial schöpfen nur Unternehmen optimal aus, die die Qualifikationen aus familiären Bezügen zu nutzen wissen. Wer Chancengleichheit, die partnerschaftliche Arbeitsteilung und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf fördert, stärkt nicht nur die Familien, sondern zugleich die Motivation, Identifikation und Zufriedenheit der Beschäftigten", bilanzierte Bundesministerin Dr. Christine Bergmann.

Frauen stellen derzeit 85% der Teilzeitbeschäftigten. Nur 1,6% der Väter nehmen sich eine Auszeit für die Kindererziehung. Obwohl Frauen heute sehr gut qualifiziert sind, stagniert der Frauenanteil unter den Führungskräften bei 11%. Ein Grund für die Ungleichheit am Arbeitsmarkt ist die Rollenteilung in der Familie. Noch immer tragen die Frauen unabhängig von ihrem Erwerbsstatus die Hauptverantwortung für die Familie.

Unternehmen erkennen in einer Unternehmenspolitik für Chancengleichheit und Familienfreundlichkeit zunehmend Vorteile: Beschäftigtenstruktur und Personalmarketing sind ausgeglichener, Kosten werden gesenkt, mehr Flexibilität und Kreativität erzielt. Durch neue Arbeitsformen und -mittel wie Internet, Telearbeit und flexible Arbeitszeiten, virtuelle Unternehmen und Unternehmensnetzwerke können Familie und Beruf heute leichter verbunden werden, hob Dr. Franz Schoser, Hauptgeschäftsführer des DIHK, hervor: "Wer diese Entwicklung aktiv mitgestaltet, sichert sich das Know-How seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und spart damit langfristig Kosten. Neben leistungsmotivierenden Faktoren bewirken familienbewusste Maßnahmen zugleich einen Imagegewinn nach innen und außen. Nur wenn Fach- und Führungskräfte aus den Unternehmen selbst die Vorreiterrolle für zukunftsweisende und familienbewusste Maßnahmen ergreifen, kann es bei der Frage 'Familie und Beruf' von einem 'Entweder oder' zu einem 'Sowohl als auch' kommen."

Entwickelt wurde der Workshop vom Überbetrieblichen Ausbildungszentrum Elmshorn (ÜAZ), einem Zusammenschluss von über 100 Industrie- und Handelsbetrieben, Verbänden und öffentlichen Institutionen des Wirtschaftsraumes Süd-West-Schleswig-Holsteins. Fach- und Führungskräfte der Wirtschaft, der öffentlichen Verwaltung und der Hochschulen haben daran mitgewirkt. Das Workshop-Paket steht ab sofort als 50-stündiger IHK-Zertifikatslehrgang für die berufliche Weiterbildung von personalverantwortlichen Führungskräften bundesweit zur Verfügung.

Quelle:
Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend E-mail: poststelle@bmfsfj.de Internet: http://www.bmfsfj.de/
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