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90 Prozent aller Paare wollen Kinder

Hauptwunsch: Zwei Sprößlinge. Drei Prozent bleiben kinderlos.

Wie junge Paare ihre Leben planen und gestalten und wie sie die Entscheidung für oder gegen Kinder fällen, untersucht derzeit ein deutsches Forschungsteam.

Folgende Hauptergebnisse konnten dabei bisher erzielt werden:

80 Prozent aller jungen Paare leben vor der Ehe einige Jahre in einer unehelichen Lebensgemeinschaft. 90 Prozent junger Ehepaare wünscht sich Kinder, nur drei Prozent haben sich bereits kurz nach der Eheschließung gegen Kinder ausgesprochen. Sieben Prozent sind noch unentschlossen. Die Mehrzahl wünscht sich zwei oder sogar mehr Kinder, nur sechs Prozent wollen ein Einzelkind. Nach vier Jahren sind zwei Drittel der Paare mittlerweile Eltern geworden, 13 Prozent haben bereits zwei Kinder. 13 Prozent sind ungewollt kinderlos geblieben. Weitgehend konstant bleibt die Zahl jener Paare, die unentschlossen sind oder sich gegen Kinder ausgesprochen haben. Es fällt auch auf, daß die Entscheidung gegen Kinder nicht aus ökonomischen Gründen gefällt wird - diese Gruppe zählt sogar eher zu den Wohlhabenderen - sondern sich aus Einstellungen und Wertorientierungen ableitet. Eine kleine Gruppe, ungefähr acht Prozent, schiebt ihren Kinderwunsch zeitlich auf. Meist sind Rahmenbedingungen wie ökonomische Lage, Wohnungssituation oder Paarbeziehung dafür verantwortlich. Der Übergang zur Elternschaft findet in der Regel dann statt, wenn "das Nest gemacht ist”. Das heißt also zu jenem Zeitpunkt, zu dem eine berufliche und finanzielle Absicherung erfolgt ist. Die Studie hat auch ergeben, daß nur etwa ein Drittel der befragten Frauen nach Ablauf der Karenzzeit wieder in den Beruf zurückgeht. Ein Teil bleibt zu Hause aufgrund fehlender Arbeitsstellen, viele planen aber auch die längere berufliche Pause, um sich der Familie zu widmen und planen bereits das zweite Kind. Die Ehezufriedenheit geht mit zunehmender Ehedauer leicht zurück, wobei die Abnahme bei den Frauen stärker ist, als bei den Männern. Es zeigen sich auch deutlich Zusammenhänge mit dem Übergang zur Elternschaft: Mütter sind unzufriedener als kinderlose Ehefrauen, der stärkste Rückgang findet sich bei Frauen mit zwei Kindern.

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Quelle: beziehungsweise 15 / 95 
Studie: Optionen der Lebensgestaltung junger Ehen und Kinderwunsch In Tätigkeitsbericht über den Forschungsschwerpunkt Familienforschung der Universität Bamberg
 

    

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