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Familienfrauen erhöhen die seelische Gesundheit

Männer erkranken deutlich seltener an Depressionen, solange ihre Ehefrauen nicht berufstätig sind und sich allein auf Haushalt und Kinder konzentrieren. Streben die Frauen dagegen wieder zurück in den Beruf, schnellt die Depressionsrate bei ihren Ehegatten nach oben. Dies geht aus einer aktuellen Studie an der Queen's Mary School of Medicine, London, hervor. Die Untersuchung ist Teil einer Langzeitstudie zum Einfluss beruflicher und familiärer Faktoren auf das Krankheitsrisiko bei Männern und Frauen. Die Ergebnisse basieren auf den Daten von 10.000 Angestellten des öffentlichen Dienstes in Großbritannien.

Als Quelle des Wohlbefindens empfinden die Männer vor allem das soziale Netz, das ihnen die Nur-Hausfrauen spinnen. Darin fühlen sie sich sicher und geborgen, erklärt Studienleiter Professor Stephen Stansfeld. Für berufstätige Männer bedeute es eine große Entlastung, dass ihre Frauen die Verantwortung für das Funktionieren der Familie und das Knüpfen sozialer Beziehungen übernehmen.

Im Job dagegen wird das psychische Befinden vor allem auch durch den Grad der Verantwortung beeinflusst: Je geringer die Macht und Entscheidungsbefugnis, desto höher ist das Risiko für Depressionen. Angestellte in mittleren und höheren Positionen seien deshalb insgesamt weniger depressionsgefährdet als jene, die in der Firmenhierarchie weiter unten stehen. Allerdings: "Wer im Beruf etwas zu sagen hat, sich zu Hause aber machtlos fühlt, ist ebenfalls anfälliger für Depressionen", sagt Wissenschaftler Stansfeld.

Wie aber verhält es sich mit der Befindlichkeit der nichtberufstätigen Frauen? Diese wird in der Londoner Studie nicht näher ergründet. Doch es gibt Erkenntnisse: Forscherinnen der University of Wisconsin in Madison haben zu dieser Fragestellung die empirischen Daten der vergangenen 20 Jahre durchleuchtet. Reines Hausfrauendasein, so eines ihrer Ergebnisse, erhöht die Depressionsgefahr. Die Ehen jener Frauen, die über kein eigenes Einkommen verfügen, zerbrechen häufiger als die berufstätiger Frauen, lautet ein weiteres Ergebnis.

Und: Berufstätigkeit bei Frauen, ob sie nun Singles sind oder verheiratet, Kinder haben oder nicht, senkt insgesamt das Risiko für körperliche und seelische Erkrankungen. Voraussetzung sei allerdings eine positive Einstellung zum Job. Darauf weist Studienleiterin und Psychologie-Professorin Janet Hyde hin (American Psychologist, 10/2001).

Der Übergang vom aktiven Berufsleben in den Ruhestand bedeutet für Männer wie Frauen eine extreme Umstellung: Die Depressionsrate ist bei Männern, die nun dauerhaft Rentner sind, vergleichsweise hoch. Das haben Forscher der Cornell University in Boston festgestellt. So richtig wohl aber fühlen sich jene älteren Herren, die eigentlich schon in den Ruhestand verabschiedet wurden, dann aber erneut von ihren Firmen zur Aushilfe angefordert werden. Sie haben das geringste Risiko für Depressionen. Die Zufriedenheit dieser Männer wird noch weiter erhöht, wenn ihre Ehefrauen nicht berufstätig sind.

Quelle: American Psychologist, 10/2001
 

    

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