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Familienleben für Eltern wichtiger als Freunde und Beruf 

Eine glückliche Familie ist für die meisten Eltern in Deutschland das Wichtigste im Leben. Für 91 Prozent der Mütter und 82 Prozent der Väter stehe die Familie an erster Stelle, teilte die Zeitschrift «Eltern» unter Berufung auf eine repräsentative Studie mit. Weder Beruf, noch Hobbys oder Freundeskreis hätten eine ähnlich hohe Bedeutung. Das Institut für Demoskopie Allensbach hatte vorigen Sommer im Auftrag von «Eltern» mehr als 3000 Frauen und Männer mit mindestens einem Kind unter 14 Jahren im Haushalt befragt.

Die meisten Eltern (70 Prozent) fühlen sich von Staat und Gesellschaft jedoch ziemlich allein gelassen. Dabei geht es nicht nur nur um Geld. Fast die Hälfte (47 Prozent) wünscht sich vor allem mehr Kinder- und Familienfreundlichkeit, während 30 Prozent ein höheres Kindergeld und 18 Prozent der Eltern mehr Betreuungsmöglichkeiten wollen.

Immer wichtiger wird für Eltern in Deutschland der Untersuchung zufolge der «goldene Mittelweg» zwischen Strenge und Gelassenheit in der Kindererziehung. Nur noch 14 Prozent aller Mütter und Väter wollten ihre Sprösslinge nach autoritärem Muster erziehen, zwei Prozent verzichteten sogar ganz auf Erziehung.

Der finanzielle Rückhalt in der Familie spielt der Studie zufolge eine immer größere Rolle. Während 1952 etwa 22 Prozent der Bevölkerung von ihrer Familie unterstützt wurden, bekommt heute jeder Dritte (35 Prozent) Hilfe von zu Hause. Nur noch zwölf Prozent der Bevölkerung lebe heute in Haushalten mit fünf oder mehr Personen, zu Beginn der 50er Jahre waren es noch 32 Prozent. Beherrschend ist noch immer das traditionelle Familienmodell: 84 Prozent der Eltern mit Kindern unter 14 Jahren sind verheiratet, von den restlichen 16 Prozent lebt die Hälfte mit einem Partner zusammen.

Trotz der durch Kinder verursachten materiellen Einschränkungen sind die meisten Eltern «sehr» (30 Prozent) oder «einigermaßen» (44) mit ihrem Leben zufrieden. Nur drei Prozent wünschen sich «vieles anders». Mit 2324 Euro (4545 Mark) liegt das Netto-Haushaltseinkommen junger Familien knapp 100 Euro über dem Bevölkerungsdurchschnitt. Wegen der veränderten Lebensumstände wird in jungen Familien viel und vor allem anders konsumiert. Dies schlägt sich der Untersuchung zufolge unter anderem in der Wahl des Urlaubsziels oder der Wohneinrichtung nieder.

 

Quelle: dpa 29.01.2002 
 

    

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