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Alter ist Herausforderung der Zukunft UN-Weltaltenplan zu demographischem Wandel

Pressemitteilung Nr. 391 des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend - veröffentlicht am 9. April 2002

Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Christine Bergmann, nimmt an der UN-Konferenz zu Fragen des Alters teil, die vom 8. bis 12. April 2002 in Madrid unter dem Motto "Buildung a Society for all Ages" abgehalten wird. Vertreterinnen und Vertreter von 189 Staaten verabschieden einen neuen Weltaltenplan ("International Plan on Ageing"), mit dem das 1982 beschlossene, bislang bedeutendste altenpolitische Dokument der Vereinten Nationen eine grundlegende Überarbeitung und Ergänzung erfährt.

Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Christine Bergmann, erklärt anlässlich der Beratungen über den Weltaltenplan 2002: "Im Jahr 2050 wird 20 Prozent der Weltbevölkerung über 60 Jahre alt sein. In Deutschland steigt der Anteil der über 60-Jährigen von heute 22 auf 36 Prozent im Jahr 2050. Der demographische Wandel stellt eine schleichende Revolution dar, auf die sich jede Gesellschaft sowohl mit ihren sozialen Sicherungssystemen wie auch in ihrem Selbstverständnis einstellen muss. Von Madrid muss daher die Botschaft ausgehen: Wir brauchen ein neues Verständnis von Altern. Alter wird zum Prüfstein für gesellschaftliche Reformen werden. Das wird sich insbesondere auf dem Feld der Renten- und Gesundheits-sicherung und dem Arbeitsmarkt erweisen."

Der neue Weltaltenplan widmet sich in den drei Kapiteln über "Ältere Menschen und Entwicklung", "Förderung der Gesundheit und des Wohlbefindens" und "Sicherstellung eines stärkenden und unterstützenden Umfelds" den Themen Armutsbekämpfung, Partizipation in der Gesellschaft und im Erwerbsleben, soziale Sicherung und Gesundheitsvorsorge, Menschenrechte und Gleichstellung.

Bundesseniorenministerin Bergmann fordert eine intensivere Beteiligung von Seniorinnen und Senioren: "Unsere Gesellschaft muss das soziale und wirtschaftliche Potenzial älterer Menschen in Erwerbsleben und Gesellschaft in Zukunft stärker nutzen. Der sich anbahnende Fachkräftemangel erfordert ein Umdenken in den Unternehmen. Wenn heute laut einer Erhebung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung mehr als die Hälfte der Unternehmen in Deutschland keine über 50-Jährigen beschäftigt, sind neue Wege des Umgangs mit älteren Fachkräften notwendig. Wir brauchen Arbeitsmodelle und eine Personalpolitik, die ein Mix aus jüngeren und älteren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zum Ziel hat und das Erfahrungswissen der Älteren aktiv zu nutzen versteht."

Die Bundesregierung hat ihre Politik für ältere Menschen bereits darauf ausgerichtet, die Rahmenbedingungen für Beteiligung und Selbstständigkeit älterer Menschen als auch ihren Schutz zu verbessern. Mit der Novellierung des Heimgesetzes sind mehr Schutz, mehr Transparenz und mehr Mitwirkung Realität geworden; das Altenpflegegesetz regelt die Altenpflegeausbildung bundeseinheitlich. Zahlreiche Modellprojekte des Bundes, so auch "Altenhilfestrukturen der Zukunft", sind darauf ausgelegt, die Lebensbedingungen älterer Menschen zu verbessern.

Staats- und Regierungschefs werden auf der Ministerkonferenz der Wirtschaftskommission für Europa der Vereinten Nationen (ECE) im September 2002 im Gastgeberland Deutschland die Ziele des Weltaltenplans 2002 konkretisieren und eine gemeinsame Umsetzungsstrategie vereinbaren.

 

 

    

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