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PISA-Studie

Auch gute Bundesländer nur Durchschnitt 

Nach Bekanntwerden der deutschen PISA-Ergebnisse ist der Parteienstreit um den richtigen Kurs in der Schulpolitik voll entbrannt. Die Kultusministerin des bei dem Schultest erfolgreichsten Landes Bayern, Monika Hohlmeier (CSU), gab der SPD am Montag die Schuld an der «großen Bildungskluft in Deutschland». Dagegen warnte Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) angesichts der im internationalen Vergleich miserablen PISA-Ergebnisse Bayern und Baden-Württemberg vor Selbstfriedenheit: «Kein Land kann sich auf die Schulter klopfen.»

Der Leiter der PISA-International-Studie, Andreas Schleicher (Paris), warnte ebenfalls alle deutschen Länder vor Fehleinschätzungen auf Grund der nationalem Ergebnisse. Die Bundesrepublik müsse sich bei ihrer dringend notwendigen Schulreform die besten Bildungssysteme der Welt zum Vorbild nehmen. Weder Unions- noch SPD-geführte Bundesländer könnten derzeit im internationalem Bildungsvergleich mithalten - auch Bayern liege «nur knapp über dem OECD-Mittel» der wichtigsten Industrienationen.

Die in Einzelheiten bekannt gewordene innerdeutsche PISA-Studie zeigt auf, dass mit Bayern nur ein einziges Bundesland im oberen Leistungsdrittel der 31 getesteten Industriestaaten mithalten kann. Wäre Bayern ein eigener Staat, so käme es beim Lese- und Textverständnis auf Platz zehn hinter Schweden und vor Österreich.

Jedoch hat in Bayern laut PISA ein Kind aus der obersten sozialen Schicht eine gut zehn Mal höhere Chance, ein Gymnasium zu besuchen, als ein Kind aus einer Facharbeiterfamilie. Auch andere Flächenländer versagen allerdings bei der Förderung dieser Kinder. So ist die Chance von Oberschicht-Kindern in Baden-Württemberg 5,8 Mal größer, im Saarland 6 Mal und in Nordrhein-Westfalen 6,5 Mal. Bulmahn sagte, mehr Zeit zum Lernen an Ganztagsschulen könne helfen, herkunftsbedingte Nachteile auszugleichen.

 

Hintergrundwissen übersichtlich, schnell und informativ 

Lernen, lernen, lernen - seit PISA gilt diese Maxime nicht mehr nur für Schülerinnen und Schüler, sondern gerade auch für Lehrerinnen und Lehrer, für Bildungspolitiker/innen und alle anderen, die mit dem Thema Bildung zu tun haben: Lernen, von anderen, die das eine oder andere besser machen; lernen, wie man gute Rahmenbedingungen schafft; lernen, wo man sinnvolle Informationen findet. Aktuelle und wichtige Informationen für alle, die in Deutschland mit Bildung zu tun haben, bietet der Deutsche Bildungsserver www.bildungsserver.de . Als das Internetportal in Sachen Bildung stellt er Informationen und Daten für Schüler/innen, Lehrer/innen, Eltern, Wissenschaftler/innen und Bildungspolitiker/innen bereit. Aber auch für Journalisten und Redakteure im Bildungsbereich ist er ein unverzichtbares Medium.

Am 27. Juni 2002 wurden der Kultusministerkonferenz und der Öffentlichkeit die Ergebnisse der erweiterten PISA-Studie (PISA-E) vorgestellt, in der die Ergebnisse der 16 Bundesländer vergleichend darstellt werden. Seit dem werden umfangreiche Informationen benötigt, um angemessene Einschätzungen vornehmen zu können: Zu den jeweiligen Schulsystemen der Länder, zu Qualitätsentwicklung und Bildungsevaluation, zu Positionen, Vorschlägen von Parteien, Ministerien, Institutionen und Verbänden oder zu Angeboten und Projekten einzelner Schulen und Lehrplänen der verschiedenen Länder. Denn PISA-E wurde nicht als bloßes Ranking konzipiert, sondern als eine wissenschaftliche Untersuchung, die Funktionsweise und Wirkungen des deutschen Schulsystems differenziert erfasst.

Bildungssystem Deutschland: Will man die nach der Veröffentlichung der PISA-E-Studie anhebende Diskussion angemessen begleiten und kommentieren, empfiehlt sich der Blick in das Kapitel "Übergreifende Informationen". In der Rubrik "Bildungssystem Deutschland" findet man über die Homepages der jeweils zuständigen Ministerien grundlegende Informationen und Hinweise zum Schulwesen in den einzelnen Bundesländern.

Bildungspolitik: Ein Überblick über die Entwicklung des Bildungswesens und online veröffentlichte Bildungsinitiativen der Länder findet sich in der Rubrik "Bildungspolitik", die im übrigen auch Informationen von Ministerien, Parteien, Fraktionen, Beratungsgremien, Verbänden, Gewerkschaften und Stiftungen bereit hält.

Schule: Und wer im Kapitel "Schule" recherchiert, kann sich über das Schulwesen im Einzelnen informieren, Lehrpläne und Richtlinien der Bundesländer einsehen, Einblick nehmen in Angebote und Projekte in Sachen Schul-/Lernberatung oder sich konkrete Unterrichtsmaterialien anschauen.

Weitere Informationen finden Sie im WWW:

http://www.bildungsserver.de  http://www.dipf.de 

Quelle: Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschung. Datum der Mitteilung: 24.06.2002 
 

    

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