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Suchtprävention bereits im Kindesalter 

 

Für eine effektive Suchtprävention müssen nach Ansicht der Hauptstelle gegen Suchtgefahren (DHS) bereits Kinder und nicht wie früher nur Jugendliche über die Gefahren aufgeklärt werden.

Junge Leute griffen heute durchschnittlich mit 14 Jahren zu ihrer ersten Zigarette. Um das zu ändern, müssten schon Kinder etwa in Sportvereinen angesprochen werden, sagte DHS- Geschäftsführer Rolf Hüllinghorst in Münster mit Blick auf eine neue CD-ROM mit Tipps zur Suchtprävention.

Traurig ist die Bilanz von 42.000 Menschen, die direkt oder an den Folgen ihrer Alkoholsucht in Deutschland jährlich (!) sterben. Daneben wirkt der bejubelte Rückgang der Drogentoten von im ersten Halbjahr 2002 von 821 auf 568 wie ein Tropfen auf den Heißen Stein. 

In Deutschland gibt es zur Zeit 300 000 Drogen- und rund 800 000 Medikamentenabhängige. Dies teilten deutsche Suchtmediziner auf dem 3. Interdisziplinären Kongress für Suchtmedizin in München mit. 4,3 Millionen Menschen gelten als alkoholabhängig oder zumindest gefährdet.

Ein Schwerpunkt der Prävention ist die Behandlung von süchtigen Müttern und deren Neugeborenen. Die von Nikotin und Alkohol angerichteten Schäden am neugeborenen Kind seien weitaus schlimmer als die durch Heroin. Dies liege unter anderem daran, dass alkohol- und nikotinabhängige Mütter ihre Sucht besser verstecken könnten, sagte Jochen Peters, kommissarischer Direktor der Kinderklinik in München-Schwabing. Drogensüchtige Mütter, die mit Drogenersatzstoffen therapiert werden, befänden sich ständig unter ärztlicher Aufsicht und würden somit besser betreut als alkoholsüchtige Mütter. «Dieses Hilfs- und Therapienetz hilft, dass die Kinder gesund zur Welt kommen», sagte Gabriele Fischer von der Universitätsklinik für Psychiatrie in Wien.

Quelle:
  • DPA - Pressemeldung vom 3.7.2002
  • DPA - Pressemeldung vom 4.7.2002
  • DPA - Pressemeldung vom 6.8.2002
  • DPA - Pressemeldung vom 8.8.2002

 

 

    

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