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Welche Erziehungsstile gibt es? 

Heutzutage werden sieben Erziehungsstile unterschieden: autokratisch, autoritär, demokratisch, egalitär, permissiv, laissez-faire und negierend. Alle diese Stile zeichnen sich durch ein unterschiedliches Maß an Verantwortung und Eigeninitiative, die den Kindern und Jugendlichen zuteil werden, aus.

Elder, ein bekannter Erziehungsstilforscher, hat bereits 1962 das Erzieherverhalten sieben unterschiedlichen Typen, die auch heute noch aktuell sind, zugeordnet. Er beschreibt die einzelnen Erziehungsstile folgendermaßen: 

  • Download:
  • Autorität - was ist das
    Vortrag 2006 / Joachim E. Lask
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1. Der autokratische Erziehungsstil 

Beim autokratischen Erziehungsstil wird angenommen, dass es notwendig ist, Autorität gegenüber den Kindern auszuüben. Aus diesem Grund wird die Eigeninitiative der Kinder unterdrückt, die kindliche Meinung interessiert nicht. 

 

2. Der autoritäre Erziehungsstil Autoritäre 

Eltern üben ebenfalls eine starke Kontrolle auf ihre Kinder aus. Die Meinung des Sprösslings wird zwar akzeptiert, letzten Endes bestimmen aber weiterhin die Eltern. Alles in allem haben die Kinder nur wenige Möglichkeiten, sich frei zu entfalten. 

 

3. Der demokratische Erziehungsstil 

Im demokratischen Erziehungsstil werden die Kinder und Jugendlichen als ernstzunehmende Gesprächspartner mit eigener Meinung betrachtet. Je älter der Sprössling wird, desto selbstständiger und eigenverantwortlicher soll er handeln. Anleitungen und Hilfestellungen durch die Eltern werden jedoch als unerlässlich angesehen. Demokratische Eltern sind ihren Kindern gegenüber offen und vermitteln ihnen ein Gefühl von Sicherheit und Erwünschtheit. 

4. Der egalitäre Erziehungsstil 

Beim egalitären Erziehungsstil haben Eltern und Kinder die gleichen Rechte und Pflichten, d.h. die Meinung des Kindes wird nicht nur eingeholt und berücksichtigt, sondern sie ist in gleichem Maße ausschlaggebend wie die Ansicht der Eltern. 

 

5. Der permissive Erziehungsstil 

Permissive Eltern halten sich in der Erziehung eher zurück. Die Kinder und Jugendlichen müssen deswegen selbst die Initiative ergreifen, wenn es um persönliche Entscheidungen geht. 

 

6. Der laissez-faire Erziehungsstil 

Bei einer laissez-faire Erziehung ("machen lassen") gibt es keine verbindlichen Regeln, jeder ist sich selbst überlassen. Stehen persönliche Entscheidungen an, so sind die Kinder und Jugendlichen in der Regel aktiver als ihre Eltern. Elterliche Wünsche können dabei wahlweise berücksichtigt werden oder nicht. 

 

7. Der negierende Erziehungsstil 

Bei einem negierenden Erziehungsstil beeinflussen die Eltern das kindliche Verhalten überhaupt nicht. Es fehlt das Interesse, an der Entwicklung des Kindes teilhaben zu wollen. 

 

Solche klar umrissenen Erziehungsmethoden zeigen sich im Alltag nur sehr selten, in der Regel sind immer Mischformen unterschiedlicher Stile zu finden. Im Laufe der langjährigen Erziehungsstilforschung konnte allerdings nachgewiesen werden, dass sich Kinder, die überwiegend demokratisch erzogen wurden, nicht nur durch ein besonderes Maß an Selbstvertrauen und sozialer Reife auszeichnen, sondern auch zufriedener und leistungsfähiger sind als andere Kinder und Jugendliche.

 

    

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