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WIESBADEN - Frauen in Führungspositionen sind in Deutschland nach wie
vor unterrepräsentiert. So waren im März 2004 von allen abhängig
Beschäftigten 47% Frauen, an den Führungskräften stellten sie aber nur
einen Anteil von 33%. Dies ist eines der Ergebnisse des Mikrozensus 2004,
die Johann Hahlen, Präsident des Statistischen Bundesamtes, heute in
Berlin vorstellte. Der Mikrozensus ist mit rund 830 000 befragten Personen
in rund 390 000 Haushalten (1% der Bevölkerung) die größte jährliche
Haushaltsbefragung in Europa.
Dass Frauen in den Chefetagen eher selten sind, zeigt sich bei den „Top-Führungskräften“
noch stärker. Im März 2004 stuften sich hochgerechnet 819 000 Personen
als Erwerbstätige in Positionen mit umfassenden Führungsaufgaben ein.
Dazu zählen z.B. Direktorinnen und Direktoren, Geschäftsführerinnen und
Geschäftsführer. An dieser Gruppe hatten Frauen einen Anteil von nur
21%. Entscheidungsträger in Unternehmen und Behörden in Deutschland sind
immer noch überwiegend männlich.
Das Verhältnis zwischen weiblichen und männlichen Führungskräften
fällt für die Frauen in den neuen Bundesländern deutlich günstiger
aus. Dort waren im März 2004 gut 42% der Führungskräfte weiblich,
gegenüber 32% im früheren Bundesgebiet. In Positionen mit umfassender
Führungsverantwortung arbeiteten in Ostdeutschland 29% Frauen, verglichen
mit 20% im Westen. Die Chance, Leitungsfunktionen zu übernehmen, hängt
für Frauen stark von der Branche ab: Am höchsten ist sie im
Dienstleistungsbereich und in der öffentlichen Verwaltung, wo 53% bzw.
39% der Führungskräfte Frauen sind. Im Baugewerbe sind nur 14% aller
Führungskräfte weiblich.
Detaillierte Ergebnisse des Mikrozensus 2004 zu diesem Sachverhalt und
einer Vielzahl weiterer Themenfelder, wie z.B. den Lebensformen, dem
Pendlerverhalten von Erwerbstätigen, der Erwerbslosigkeit und der
Arbeitskräftereserve enthält die Pressebroschüre „Leben und Arbeiten
in Deutschland – Ergebnisse des Mikrozensus 2004“. Sie ist im
Internetangebot des Statistischen Bundesamtes unter http://www.destatis.de
(Pfad: Presse/Presseveranstaltungen) kostenlos abrufbar.
Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 22.03.2005
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