Vereinbarkeit von Familie und Beruf
Mit Kindern persönlich Wachsen
Von: Joachim E. Lask
Der Manager mit dem Baby im Arm am frühen Abend? Der Vater, der aus
Wunsch nach mehr Zeit für die Familie Teilzeit arbeitet? Solche
Vorzeigebeispiele sind weiterhin selten. Nur 1,6 Prozent der Väter
nehmen sich eine Auszeit für die Kindererziehung. Zwar sind Frauen heute
sehr gut qualifiziert, jedoch stagniert der Frauenanteil unter den
Führungskräften stabil bei 11%. Frauen tragen unabhängig von ihrem
Erwerbsstatus die Hauptverantwortung für die Familie. Repräsentative
Zeitbudgeterhebungen haben ergeben, dass sich Väter in
Partnerschaften mit minderjährigen Kindern lediglich sechs Minuten pro Tag
länger an der anfallenden Haus- und Betreuungsarbeit beteiligen, als
Männer in Partnerschaften ohne Kinder. Unabhängig davon, ob erwerbstätige
Mütter viel verdienen oder wenig, ob sie einen hohen oder niedrigen
Bildungsgrad haben, ob sie in Chemnitz, Hamburg oder München leben, die
Hauptlast der Familienarbeit geht zu ihren Lasten, und zwar auch dann,
wenn sie 40 Stunden pro Woche oder länger erwerbstätig
sind.[1] Hinzu kommt, dass die Entscheidung für Kinder
hierzulande oftmals zu schwierigen Lebenslagen führt oder in Armut mündet.
Dies gilt insbesondere für Alleinerziehende (88% Mütter). So führt das
Familienleben in Deutschland zu beträchtlichen finanziellen Nachteilen
gegenüber anderen Lebensformen. Es sind enorme Summen, die für Kinder und
Jugendliche von Eltern aufgewendet werden müssen. Rechnet man sämtliche
Unterhaltskosten (ohne die Kosten für das Studium) und den Zeitaufwand
ihrer Eltern - mit einem Durchschnittseinkommen berechnet - dann bedeutet
das für die Eltern einen materiellen Aufwand von 1188,00 Euro pro Monat.
Auf zwanzig Jahre gerechnet sind dies 285.000 Euro - so Renate Schmidt in
dem Fachartikel „Was Kinder wirklich kosten“ der Zeitschrift UNIVERSITAS
(März 2003).[2] Dauerhafte Kinderlosigkeit steht in einem engen
Zusammenhang mit dem erreichten Bildungs- und Qualifikationsniveau von
Frauen: Je höher ihr Bildungsstand, desto häufiger bleiben sie zeitlebens
kinderlos. Etwa 40 Prozent aller westdeutschen Akademikerinnen bleiben
bereits heute, teils ungewollt, kinderlos - Tendenz steigend![3] Diese
Ansammlung von ernüchternden Informationen ließe sich beliebig fortsetzen.
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Inhalt von
www.work-family-balance.de
1.
Zum Stand der Dinge
2.
Wert und Würde der Familie
3.
Unser Reden über Familie bestimmt unser Handeln
4.
Verträglichkeit oder Vereinbarkeit
5.
Elternkompetenz als beruflicher Vorteil
6.
Mit der Familie persönlich wachsen
7.
Wir
brauchen Strukturen in denen Familie möglich wird
8.
Beginnen Sie mit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf
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