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Traditionelle Arbeitsteilung in der Familie immer weniger beliebt

Der Mann verdient das Geld, die Frau kümmert sich um den Haushalt – dieses Modell der Arbeitsteilung in der Familie stößt in Europa immer weniger auf Zustimmung. Ehepaare wünschen sich in zunehmendem Maße, dass beide Partner an Erwerbsarbeit beteiligt sind. Dieses Ergebnis einer repräsentativen Befragung von über 30.000 Personen in allen 15 Ländern der Europäischen Union und in Norwegen stellte Harald Bielenski, Projektleiter bei Infratest Burke Sozialforschung, auf einer Konferenz über "Arbeitszeit in Europa" vor, die Mitte Oktober 1999 in Helsinki stattfand.

Momentan wird die traditionelle Arbeitsteilung – der Mann ist erwerbstätig, die Frau nicht – von rund einem Drittel der europäischen Paare im erwerbsfähigen Alter zwischen 16 und 64 Jahren praktiziert; ausdrücklich gewünscht wird dieses Modell aber nur von rund 15% der Paare.

Drei Viertel der Paare würden es bevorzugen, wenn beide Partner erwerbstätig wären; derzeit ist dies aber nur bei gut jedem zweiten Paar der Fall.

Ganz oben auf der Wunschliste stehen zwei Modelle:

Rund 30% der Paare wünschen sich, dass beide Partner in Vollzeit arbeiten; dies entspricht etwa dem derzeitigen Verbreitungsgrad dieses Modells. Ebenfalls ein Drittel der Paare würde es bevorzugen, wenn der Mann in Vollzeit arbeitet, die Frau dagegen in Teilzeit. Derzeit praktizieren aber nur rund 20% der Paare dieses Modell. An dritter Stelle steht der Wunsch, dass beide Partner Teilzeit arbeiten (rund 15%); dieses Modell wird derzeit fast noch gar nicht praktiziert (1%).

Timo Kauppinen, Forschungsleiter bei der Europäischen Stiftung, zog erste politische Schlussfolgerungen aus den vorgestellten Forschungsergebnissen.

Eine vollständige Fassung des Referats von Harald Bielenski und Timo Kauppinen mit weiteren Ergebnissen ist als Download verfügbar (pdf-Download).

Die Repräsentativbefragung wurde 1998 im Auftrag der Europäischen Stiftung zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen (http://www.eurofound.ie) und des Norwegischen Arbeitsministeriums von Infratest Burke Sozialforschung, München, durchgeführt.

Quelle: Infratest-Burke, 1999
 

    

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