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Wohlbefinden von Frauen in unterschiedlichen Familienformen 

31.5.2000 Bernd Hegen, UNI Koblenz-Landau

Wie ist es um das Wohlbefinden von Frauen in unterschiedlichen Familienformen bestellt? Diese Frage ist Dr. Anja Jesse von der Universität Koblenz-Landau nachgegangen. Die Untersuchungsergebnisse sind jetzt unter dem Titel "Wohlbefinden von Frauen in alternativen Familienformen" erschienen.

Wie ist es um das Wohlbefinden von Frauen in unterschiedlichen Familienformen bestellt? Diese Frage ist Dr. Anja Jesse von der Universität Koblenz-Landau nachgegangen. Sie befragte allein erziehende Frauen, Mütter, die in erster Ehe verheiratet sind und Frauen, die nach der Trennung oder Scheidung eine neue feste Partnerschaft eingegangen sind und daher in Stieffamilien leben. Jesse untersuchte auch, ob neben der Familienform weitere Faktoren wie die Fähigkeit, mit Stress umzugehen, das Vorhandensein eines unterstützenden Freundes- und Bekanntenkreises oder die Qualität der familiären Beziehungen das Wohlbefinden der Frauen beeinflusst. Die Studie ist jetzt unter dem Titel "Wohlbefinden von Frauen in alternativen Familienformen" erschienen.

Die Untersuchungsergebnisse zeigen, dass bei einem Teil der allein erziehenden Frauen auch Jahre nach der Trennung vom Partner Hilfestellungen, z.B. in Form therapeutischer Maßnahmen, die Lebensqualität verbessern könnten. Aber auch bei den Frauen, die noch in ersten Ehe verheiratet sind, wurde deutlich, dass diese Familienform absolut kein Garant dafür ist, dass das familiäre Miteinander reibungslos läuft und sich die Frauen wohl fühlen. Zwar geht es einigen dieser Frauen in ihrer Familie richtig gut, andere hingegen erleben ihren Partner als wenig hilfreich, sind unzufrieden mit ihrer Ehe oder kommen mit ihren Kindern nicht zurecht.

Einen wichtigen Einfluss auf das Wohlbefinden haben bei allen Familienformen die Strategien, die Frauen zur Bewältigung schwieriger, stressreicher Lebensereignisse und alltäglicher Belastungen einsetzen. Krisen und Stress gibt es zwar in jeder Familie, entscheidend scheint hier nicht das Ausmaß, sondern der Umgang mit diesen Belastungen zu sein. Als hilfreich erweist sich insbesondere die Fähigkeit, Belastendes auch mal verdrängen oder umdeuten zu können. Jesse stellte fest, dass es gerade den Frauen gut geht, die in Stresssituationen alles daran setzen, den Umgang mit der Situation für sich selbst so positiv wie möglich zu gestalten, indem sie beispielsweise nach Quellen der Bestätigung suchen, sich etwas Gutes tun oder in der Lage sind, die Dinge zu relativieren.

Ansprechpartnerin für weitere Informationen Dr. Anja Jesse (Tel.: 0261 / 3002454)

Publikation: Jesse, A. (2000). Wohlbefinden von Frauen in alternativen Familienformen. Ein Vergleich von allein erziehenden Frauen, Müttern aus Zweielternfamilien und Frauen aus Stieffamilien. Landau: Verlag Empirische Pädagogik, 444 S

 

    

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