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Ehe und Liebe - Machen Kinder die Ehe kaputt?

Wie werden wir die Aufgaben aufteilen? Vielleicht kennen Sie diese Geschichte: Bevor die Kinder da waren, lief alles prima. Feierabends hat jeder mal gekocht, geputzt oder eingekauft. Diskussionen gab es nie. Aber seit sie im Erziehungsurlaub ist und er weiter arbeitet, ist alles anders: Sie hat den ganzen Tag das Kind und abends lässt er sich auch noch bekochen. Für Probleme mit dem Kind fühlt er sich nicht verantwortlich. Er aber fragt sich, was sie erwartet. Wenn er müde von der Arbeit nach Hause kommt, tut er seiner Meinung nach sein Bestes, um sie zu entlasten. Trotzdem nörgelt und kritisiert seine Frau nur noch an ihm rum, seit das Kind da ist. Viele Frauen sehen sich nach der Geburt ihres Kindes auf einmal in einer Situation, die sie sich früher nicht vorstellen konnten. Sie waren überzeugt, es anders als ihre Mutter machen zu wollen: Einen eigenen Beruf zu haben, nicht alleine für Haushalt und Kindererziehung verantwortlich zu sein. Nach der Geburt kommt dann die Unzufriedenheit: Denn die meisten jungen Eltern fallen wieder in die traditionelle Rollenverteilung zurück. Eine Arbeitsteilung zu finden, mit der beide Partner zufrieden sind, ist sicherlich eine der schwersten Aufgaben, die sich Eltern stellen. Gravierende Konflikte lassen sich aber vermeiden, wenn man früh klärt, welche Erwartungen man aneinander hat und wie man sich das Familienleben vorstellt. Hilfreich kann es dabei sein, mit anderen zu sprechen, die schon Kinder haben. So kann man sich ein realistische Bild vom Familienalltag schaffen und auf mögliche Konflikte vorbereiten. Wenn Sie mit der Arbeitsteilung in Ihrer Familie unzufrieden sind, sollten Sie unbedingt mit Ihrem Partner darüber reden. Versuchen Sie gemeinsam, Lösungen zu finden. Und bleiben Sie miteinander im Gespräch: Wer sein Familienleben immer wieder neu "verhandelt", kann auch Krisen überwinden.

Wie schaffen wir es, dass wir Eltern werden und ein Paar bleiben? Nach der Geburt eines Kindes sinkt bei vielen Paaren die Zufriedenheit mit der Sexualität rapide. Die Frau hat mit der körperlichen Umstellung zu kämpfen und ist erschöpft. Das Baby fordert nicht nur ihre Aufmerksamkeit, sondern stillt häufig auch ihr Bedürfnis nach Zärtlichkeit. Beide Partner sind müde und angestrengt durch die Babypflege - für Intimität und Zweisamkeit bleibt so gut wie gar keine Zeit und Kraft. Wichtig ist, sich als Paar Freiräume zu schaffen. Gerade wenn man das Gefühl hat, alles dreht sich nur noch um das Kind, sollte man sich Auszeiten genehmigen: Planen Sie Zweisamkeitsabende, ein verlängertes Wochenende unter dem Motto "nur wir beide". Reservieren Sie jeden Tag eine kurze Zeit für Sie beide: Zum Beispiel eine Stunde vor dem Schlafengehen, wo Zeit ist für Gespräche, Ruhe und Zärtlichkeit. Schon vor der Geburt des Kindes sollte man sich Gedanken machen, wer einem in der schwierigen Anfangszeit zur Seite stehen könnte. Schämen Sie sich nicht, Verwandte, Freunde und Bekannte einzuspannen. Manche junge Mütter müssen erst lernen, ihr Baby auch mal jemand anderen zu überlassen. Da gilt auch für den Vater: Geben Sie auch Ihrem Mann die Möglichkeit, dieses Lebensereignis zu genießen. Wenn auch der Mann sich viel mit dem Baby beschäftigt, besteht außerdem nicht die Gefahr, dass er sich aus der Zweisamkeit von Mutter und Baby ausgeschlossen fühlt.

 

    

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