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Auch Männer kommen in die Wechseljahre

(10.05.2000) Eine Frau ab Mitte 40 kommt in die Menopause - und der Mann in die besten Jahre. So oder so ähnlich mag die landläufige Meinung über das Altern des Mannes sein und verharmlost damit ein Problem, unter dem viele Männer zu leiden haben: die Andropause. Zum Thema "Das Klimakterium virile - was kann Mann tun?" hält Professor Markus Metka am Mittwoch, 10.Mai 2000, ab 17 Uhr einen Gastvortrag in der Deutschen Klinik für Fortpflanzungsmedizin Bad Münder.

Ziel der Veranstaltung ist es, über das Klimakterium des Mannes aufzuklären und konkrete Hilfestellungen anzubieten. So wird Professor Metka nicht nur über die Diagnostik, sondern auch über entsprechende Therapiemöglichkeiten berichten. Denn auch Männer durchleben ähnliche Anzeichen des Älterwerdens wie Frauen. Dazu gehören depressive Verstimmungen, Antriebslosigkeit und Gereiztheit, aber auch Hitzewallungen, Schmerzen im Brustbereich, Schweißausbrüche und nicht zuletzt nachlassende Libido und Potenz. Schwierigkeiten in der Partnerschaft und im sozialen Umfeld sind vorprogrammiert.

Hormone spielen für das Wohlbefinden eine entscheidende Rolle. "Wir können erstmals sicher sagen, dass hormonelle Störungen eine der Hauptursachen des Alterns sind", beschreibt Professor Metka, Präsident der Society For The Aging Male Androx und der Österreichischen Menopausegesellschaft, die Forschungsergebnisse, die im Mai letzten Jahres auf dem ersten Internationalen Andropausekongress in Wien präsentiert wurden. So nehmen beim Mann das Hormon Testosteron sowie ein Prohormon der Nebennierenrinde, das so genannte DHEA, welches zur Gruppe der Stressabwehrhormone zählt, während des Alterungsprozesses ab. Gleicht man den sinkenden Hormonspiegel durch eine gezielte Hormonersatztherapie aus, ist es möglich, den Alterungsprozess wirksam zu verzögern, meint Metka. Auf diese Weise eröffnen sich völlig neue Chancen und Perspektiven im Kampf gegen das Altern und altersbedingte Krankheiten, zu denen auch Osteoporose zählt, dem bislang als typisches Frauenleiden eingestuften Rückgang der Knochensubstanz. Immerhin erkrankt jeder fünfte Mann über 50 daran.

Tatsächlich sind Männer mit klimakterischen Beschwerden auf professionelle Hilfe angewiesen. Da der Frauenarzt über langjährige Erfahrungen bei der Behandlung der Menopause verfügt, ist er auch für den Mann der beste Ansprechpartner. Um andere Erkrankungen auszuschließen, wird er dann Fachkollegen wie den Internisten oder den Urologen zu Rate ziehen. Obwohl die Krankenkassen bislang weder die notwendigen Untersuchungen noch die Medikamente bezahlen, stehen die Therapiekosten mit bis zu 100 Mark im Monat in keinem Verhältnis zum Gewinn an Lebensqualität. (H.W.)

 

    

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