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Hilfe für Männer in den "Wechseljahren"

(20.09.2000) Männer in den „Wechseljahren“ können nach Medizinerauskunft mit immer mehr Therapien gegen ihre Beschwerden rechnen. „Die Medizin bekommt diese Probleme des Mannes im Alter immer besser in den Griff“, meinte der Urologe Professor Gerd Ludwig in einem dpa-Gespräch. Der Mediziner ist Direktor der Urologischen Klinik an der Städtischen Klinik Frankfurt-Höchst.

Auf dem Hamburger Kongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie(DGU) mit rund 4 500 Teilnehmern aus aller Welt wird Ludwig in diesen Tagen über das Thema „Der Mann im Alter: Hormonmangel und seine möglichen Folgen“ referieren.

Testosteron Fehlt

„Auch wenn der Hormonmangel nicht so abrupt auftritt wie bei Frauen und auch nicht alle Männer betrifft - das Problem ist da“, betonte Ludwig.

Fast jeder dritte Mann ab 60 leide durch einen Testosteron-Mangel unter Müdigkeit und Antriebslosigkeit. Es komme zu Stimmungsschwankungen bis hin zu Depressionen, die Muskelmasse nehme ab, es bilde sich vermehrt Bauchfett und das sexuelle Lustverlangen gehe zurück. „Die Potenz ist allerdings nur bei einem geringen Prozentsatz betroffen“, meinte der Mediziner.

Wenn die Ursachen dieser Beschwerden nicht im psychologischen Bereich liegen, könnten sie durch die Gabe von Testosteron verringert oder sogar ganz behoben werden. Dies erfolge durch Spritzen alle zwei bis drei Wochen oder Kontakt-Pflaster auf der Hodensackhaut, die allerdings täglich gewechselt werden müssten.

„Dies wird von vielen Patienten als unangenehm empfunden, so dass sie Spritzen vorziehen“, sagte Ludwig. Dabei werde dem Körper das Testosteronaber in Schüben zugeführt. „Gegenwärtig wird eine gleichmäßige Testosteron-Abgabe erforscht. Wir hoffen, dass wir nächstes Jahr so weit sind“, meinte der Mediziner.

Allerdings sei die Hormongabe nicht immer unproblematisch. So werde dadurch das Wachstum von Prostatakrebs beschleunigt. Vor einer Testoreronspritze muss sicher sein, das kein Karzinom vorhanden ist. „Die Hälfte alle 70-Jährigen hat ein verborgenes Prostatakarzinom, an dem sie nie erkranken werden“, betonte Ludwig.

 

Quelle: dpa, Sept. 2000
 

    

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