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Jugendliche aus partnerschaftlichen Familien verzichten eher auf Zigaretten, Alkohol und Drogen

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung stellt anlässlich des Welt-Drogentages am 26. Juni 2000 die Studie "Schutz oder Risiko? Familienumwelten im Spiegel der Kommunikation zwischen Eltern und ihren Kindern" vor.

Gegenstand der Untersuchung ist der Zusammenhang zwischen dem Suchtmittelkonsum von Kindern und Jugendlichen und ihrer Einschätzung des Familienklimas. Auf Grundlage dieser Kinder- bzw. Jugendlichenbefragung kann zwischen "Partnerfamilien" und" "Konfliktfamilien" unterschieden werden. So sind die Kinder, die ihre Eltern schätzen und sich bei ihnen wohlfühlen, wesentlich weniger anfällig für Zigaretten, Alkohol und andere Drogen als Kinder und Jugendliche, die eine schlechtere Meinung von ihren Eltern haben oder ihr Elternhaus als stressreich erleben. Beispielsweise rauchen 66 Prozent der Kinder aus Konfliktfamilien, während dieser Prozentsatz in den Partnerfamilien bei 30 Prozent liegt. Auch im Hinblick auf Alkohol zeigt sich ein ähnliches Verhältnis: 61 Prozent der jungen Menschen aus Konfliktfamilien konsumieren Alkohol, demgegenüber geben dies nur 39 Prozent der Befragten aus Partnerschaftsfamilien an. Auch bei dem Konsum einer illegalen Droge (Haschisch und Marihuana) liegen die Kinder aus Konfliktfamilien vorne. So geben 13 Prozent der Jugendlichen aus stresshaften Milieus an, diese Drogen bereits konsumiert zu haben, während dies nur 5 Prozent der Jugendlichen aus partnerschaftlichen Milieus angeben.

Die Studie basiert auf der Befragung von 840 Kölner und Siegener Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen 12 und 16 Jahren aus dem Jahr 1998. Die Studie hatte zum Ziel, genauere Kenntnisse über die Kommunikation zwischen Eltern und ihren Kindern zu gewinnen sowie eine Einschätzung des Familienklimas seitens der Kinder zu erhalten. Partnerfamilien zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass die Umgangsformen heiterer und gelöster sind: Eltern beziehen ihre Kinder stärker in Gespräche ein, wollen deren Meinung zu einem strittigen Thema wissen und lachen häufiger gemeinsam. Bei Konfliktfamilien wird weniger versucht, eine gemeinsame Lösung bei strittigen Themen zu finden. Die Ergebnisse zeigen aber auch, dass ein ungünstiges Familienklima nicht nur von den Eltern, sondern auch von Kindern ausgehen kann.

Es sind sechs Eigenschaften, die die partnerschaftlichen Familien von den konflikthaften unterscheiden:

  • Kinder fühlen sich von Vater und Mutter wirklich verstanden 
  • Kinder schätzen Vater und Mutter als fähige Ratgeber für ihr Leben ein 
  • Kinder finden, dass Vater und Mutter aufmerksam ihre Schulzeit begleiten 
  • Kinder erleben gemeinsame Freizeitaktivitäten mit ihren Eltern 
  • Kinder finden das Klima in der Familie kooperativ und harmonisch 
  • Kinder fühlen sich von Vater und Mutter wirklich geachtet
 

    

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