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Sexualverhalten und Verhütungsmethoden von Teenagerinnen

LEIOS-Studie, 19.04.2001

Teenager haben es meistens eilig - das gilt auch für einen Arztbesuch. 68 Prozent der 17- bis 18jährigen warten nicht gerne und legen großen Wert auf kurze Wartezeiten. Und wenn die Warterei nun einmal nicht zu umgehen ist, dann aber bitte schön in einem hellen, warmen und farbenfrohen Wartezimmer mit vielen gemütlichen Sitzgelegenheiten - so das Ergebnis einer Umfrage der Arzneimittelfirma Wyeth Pharma in Münster.

Die LEIOS®-Studie wurde Anfang April bei einer Pressekonferenz in Gravenbruch vorgestellt. 500 Mädchen zwischen 14 und 18 Jahren waren im vergangenen Januar und Februar zu Themen wie Liebe, Sex, Verhütung und Arztbesuch schriftlich und anonym befragt worden.

Aufgeklärt werden die meisten Teenagerinnen durch die Mutter (61 Prozent) oder durch Zeitschriften wie die "Bravo" (45 Prozent ).

Knapp die Hälfte aller 14- bis 18jährigen Mädchen haben Erfahrungen mit Sex und wollen die Pille. Wenn es um die Verhütung geht, ist der Gynäkologe der wichtigste Ansprechpartner. 76 Prozent der 17- bis 18jährigen suchen ihn für eine Beratung auf.

73 Prozent der Befragten verhüten mit Kondomen, 42 Prozent nehmen die Pille. Auch davon, was die Pille leisten soll, haben die meisten Mädchen klare Vorstellungen: Sie soll sicher sein (85 Prozent), keine Nebenwirkungen haben (65 Prozent) und das Gewicht nicht beeinflussen (54 Prozent).

Beim ersten Arztbesuch sind die Mädchen im Schnitt 15 Jahre alt. Die meisten kommen mit konkreten Vorstellungen in die Praxis. "Teenagerinnen sagen, was sie wollen und welche Vorstellungen und Erwartungen sie haben", so die Erfahrung von Dr. Ulrike Heuberger, Soziologin am Institut für Jugendforschung in München.

 

    

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