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Höflichkeit und Benehmen in Erziehung immer wichtiger 

23.Juli 2000

Umgang mit moderner Technik für jeden zweiten wichtig

Eltern legen bei der Erziehung ihrer Kinder immer mehr Wert auf Höflichkeit und gutes Benehmen. Diese Ziele rangierten bei einer Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach mit 88 Prozent Zustimmung noch vor akkurater Arbeit und Toleranz (je 79 Prozent). Damit orientierten sich Eltern in Ost und West wieder an den traditionellen Normen, die ab Mitte der 60er Jahre im Westen stark an Bedeutung verloren hätten. «Inzwischen setzt die Bevölkerung bei den Erziehungszielen die Akzente wieder genauso, wie sie es vor dem Wertewandel getan hat», berichtete das Institut am Wochenende.

So hätten noch 1991 nur 70 Prozent der Befragten auf Höflichkeit Wert gelegt, gewissenhaft zu arbeiten war für 67 Prozent der Westdeutschen wichtig. Dass Kinder lernen sollten, sich in eine Ordnung einzufügen, hielten nur 39 Prozent für wichtig (2000: 44 Prozent). Diese Sekundärtugenden seien damals gegenüber dem Ziel individuelle Selbstverwirklichung in den Hintergrund getreten.

In der DDR habe dieser Wertewandel nie stattgefunden, erklärten die Forscher. Nur die Ablehnung einer religiösen Erziehung und die negative Besetzung des Erziehungspunkts Anpassung sei bei einer Befragung nach der Wende stärker gewesen als ein Vierteljahrhundert vorher. Inzwischen sei in Ostdeutschland die Bereitschaft, «positiv über Anpassung nachzudenken» wieder größer geworden.

Stark angestiegen ist die Einsicht in die Bedeutung der Technik. Mehr als jeder zweite der 2.000 Befragten glaubt, dass Kinder lernen müssen, mit der modernen Technik umzugehen. Die Demoskopen weisen allerdings darauf hin, dass diese Einsicht nur wenig gefruchtet habe. Das könne am mangelnden Vorbild der Erwachsenen liegen, erklärten die Forscher. Beim Verständnis für moderne Technik hätten die meisten Eltern als Vorbild nur sehr geringe Möglichkeiten und Chancen.

 

    

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