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Junge Eltern meist stark gestresst

 

Kinder bringen Leben in die Bude 

Fragt man Eltern mit Kindern unter 8 Jahren, dann berichten sie von viele Veränderungen: sie geben an, ein ausgefüllteres Leben zu führen, mehr Spaß und mehr Glück zu haben, neue Kontakte, Freunden und Bekannte gefunden zu haben. Insgesamt sei durch die Kinder das Selbstbewusstsein gesteigert worden und der Zusammenhalt in der Familie wurde größer. Mit den Kindern wurden jedoch auch Zeit und Geld knapper, der Alltag wurde unflexibler. Streit und finanzielle Probleme wurden häufiger genannt.

 

Angst vor Fehlern ein Hauptproblem 

Untersucht man das Erziehungsverhalten der Eltern, dann ist der Stressfaktor Nr. 1 die dauernden Unterbrechungen in beinahe sämtlichen Tätigkeiten durch die Kinder. Vor dem Hintergrund dieser Situation, kann die Angst junger Eltern, etwas in der Erziehung falsch zu machen, sie häufig an den Rand der Verzweiflung bringen. 53,4 Prozent der Mütter sind im ersten Lebensjahr ihres Kindes mit den Nerven am Ende, wie eine im Juli 2000 geführte Umfrage der Hamburger Zeitschrift «Familie & Co» unter 500 Müttern und Vätern ergab. Als Grund wurde der enorme Druck genannt, dem sie sich ausgesetzt fühlten. Denn Ärzte, Psychologen und andere Experten erklärten häufig: Was man im ersten Jahr falsch mache, räche sich ein Leben lang.

In dem Zeitschriftenartikel wird dieser Auffassung widersprochen. Es gebe zwar vieles, was man in den ersten 365 Tagen nicht versäumen dürfe, aber vieles könne auch noch nachgeholt werden. So lasse sich zum Beispiel Bewegungsmangel ausgleichen, und Kontaktfreude könne ebenfalls später aufgebaut werden.

 

Stressbewältigung und Wohlbefinden in der Familie 

In einer Studie zur Stressbewältigung in der Familie von der UNI Bamberg (Laux, Schütz, u.a.) ging man der Frage nach wie "unauffällige" Familien mit alltäglichen Lebensproblemen umgehen, ohne dass ihre Gesundheit, also ihr psychisches, physisches und soziales Wohlbefinden beeinträchtigt wird. Untersucht wurden 194 Familien mit wenigstens einem Kind im Vorschulalter. Die Ergebnisse zeigen einige Tipps auf, die zum höheren Wohlbefinden in der Familie - auch mit Kleinkindern - führen können.

Insgesamt fühlten sich die Frauen emotional stärker belastet als die Männer. Frauen berichten deutlich mehr als Männer von belastenden Situationen, in denen sie sich durch das Verhalten ihres Mannes enttäuscht fühlten. Umgekehrt gaben die Männer mehr Situationen an, in denen sie von ihren Partnerinnen kritisiert fühlten.

Insbesondere die gegenseitige Hilfe in der Elternschaft und Partnerschaft wurde als effizient beurteilt. Dies geschieht durch offene Kommunikation und aktives gemeinsames Handeln mit dem/r PartnerIn. Weniger hilfreich war das einsame Brüten eines Elternteils über den Problemen.

Eine Reihe von Bewältigungsstrategien konnten herausgefiltert werden, die als Strategien zur Vermeidung oder Minimierung von Belastungen in Frage kommen: Ereignisse umbenennen, Perspektive des Gegenübers einnehmen, Erinnerung an erfolgreiche Bewältigung sowie Vergleich mit besonders belasteten Familien.

Quelle: 
  • Familie & Co, Juli 2000 
  • AP vom 18.7.2000, 
  • Laux u.a. UNI Bamberg, Mai 1999.
 

    

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