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Ansteigender Bedarf an Erziehungsberatung

Statistisches Bundesamt - Pressmitteilung vom 6.12.2000

Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, beendeten 1999 insgesamt 266 952 junge Menschen unter 27 Jahren eine Erziehungsberatung wegen individueller oder familienbezogener Probleme. Das waren 5 % mehr als im Vorjahr. Diese Maßnahmen werden im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe durch Erziehungsberatungsstellen und andere Beratungsdienste angeboten.

Der Bedarf für diese Hilfen wächst bereits seit einigen Jahren. So nahmen in Deutschland die Beratungen je 10 000 Einwohner unter 27 Jahren (Beratungsquote) zwischen 1993 und 1998 (aktuellere Quoten lassen sich wegen der zurzeit noch nicht vorliegenden Bevölkerungsdaten des Jahres 1999 nicht berechnen) von 77 auf 105 zu. Die alters- und geschlechtsspezifischen Beratungsquoten zeigen, dass

  • Minderjährige einen höheren Beratungsbedarf haben als junge Erwachsene im Alter von 18 bis unter 27 Jahren, 
  • bei den Minderjährigen mehr Knaben als Mädchen beraten werden, 
  • bei den jungen Erwachsenen im Alter von 18 bis unter 27 Jahren Frauen einen höheren Beratungsbedarf haben als Männer. 

Die jungen Menschen in der Erziehungsberatung setzten sich 1999 wie folgt zusammen:

  • mit 57,5 % überwogen die männlichen jungen Menschen, 
  • im schulpflichtigen Alter von 6 bis unter 15 Jahren befanden sich 60,1 % der Beratenen, 18,1 % waren unter 6 Jahren und 21,8 % 15 Jahre bis unter 27 Jahre, 
  • 90,6 % der jungen Menschen lebten zu Beginn der Beratung bei den Eltern oder einem Elternteil. 

Es waren vor allem die Mütter, die den Kontakt zur Beratungsstelle aufnahmen (1999: 64,8 % aller Fälle). Väter taten dies nur in 8,0 %, beide Eltern gemeinsam in 7,3 % der Fälle. 5,4 % der Beratungen gingen auf soziale Dienste zurück und in 8,5 % der Fälle tat der junge Mensch selbst den ersten Schritt.

Anlass für die Beratung waren in erster Linie Beziehungsprobleme (38,9 %). Danach folgten Entwicklungsauffälligkeiten mit 27,6 %. Auch Schul- und Ausbildungsprobleme (27,0 %) sowie die Trennung oder Scheidung der Eltern (21,4 %) wurden häufig als Ursache angegeben. Bei den vorgenannten Quoten waren Doppelnennungen (d.h. zwei Ursachen je Fall) möglich.

Fast die Hälfte (46,9 %) dieser Maßnahmen nahm weniger als drei Monate in Anspruch. Im Durchschnitt dauerten die im Jahr 1999 beendeten Beratungen sechs Monate.

 

    

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