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Schulklima und Persönlichkeitsentwicklung

Jena. (17.09.00) Ein gutes Unterrichtsklima fördert nicht nur die Leistungen der Schüler, sondern auch ihre Persönlichkeitsentwicklung. Zu diesem Ergebnis kommt eine Gruppe Berliner und Potsdamer Psychologen nach Auswertung eines Modellversuchs "Verbund Selbstwirksamer Schulen" an zehn Bildungsstätten mit 3.000 Schülern. Ihre Studie stellen sie detailliert beim 42. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychologie vom 24.-28. September in Jena der Fachöffentlichkeit vor. "Dort, wo es Lehrern und Schülern gemeinsam gelang, das Unterrichtsklima zu verbessern, stieg neben der Leistungsbereitschaft der Schüler auch ihr Selbstvertrauen an", berichten die Wissenschaftler. "In einem günstigen sozialen Umfeld trauten sich die Schüler eher neue Aufgaben zu, sahen sich besser in der Lage, soziale Konflikte zu bewältigen, und blickten optimistischer in die Zukunft." Im Gegenzug nahmen depressive Verstimmungen, Schulunlust und körperliche Beschwerden deutlich ab. Gute persönliche Beziehungen zu den Lehrern und der Schülern untereinander sowie Leistungsrückmeldungen, die der individuellen Entwicklung der Lernenden gerecht werden, machen die Forscher als wesentliche Kriterien für ein gutes Schulklima aus. Defizite stellten sie in dieser Hinsicht vor allem in den Neuen Bundesländern fest, wo Leistungsdruck und soziale Härte häufiger den Schulalltag dominierten. Generell werde an bundesdeutschen Schulen die soziale Komponente gegenüber Fragen der Unterrichtsinhalte und schulischen Strukturen zu sehr vernachläsigt, monieren die Psychologen.

Ansprechpartner: Dr. Lars Satow Institut für ABO-Psychologie der Freien Universität Berlin Tel.: (030) 83855623, Fax: 8324468, E-Mail: lars_satow@hotmail.com :

 

 

    

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