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Überraschende Ergebnisse einer Studie im Fach Mathematik

Pädagogische Hochschule Freiburg, 25.01.01

Dass Mädchen in Mathe schlechter sind als Jungen, ist eine Binsenweisheit - dass aber Lehrerinnen besser den Stoff vermitteln können als ihre männlichen Kollegen, das ist ein überraschendes Ergebnis einer Studie der Pädagogischen Hochschule. Prof. Dr. Gustav Adolf Lörcher und Dr. Peter Maier haben 1998 904 Lehrer und Lehrerinnen und 21156 Schüler und Schülerinnen an 353 Schulen befragt. Nun ist die Studie erschienen, in der die beiden Mathematiker die Ergebnisse ihrer baden-Württemberg-weiten Untersuchung vorstellen: Schüler und besonders Schülerinnen erreichen bessere Leistungen in Mathematik, wenn sie von einer Frau unterrichtet werden, der Prüfungserfolg ist bei Jungen und Mädchen nahezu gleich hoch, wenn eine Lehrerin den Stoff erklärt. Über den Grund können die beiden Mathematiker nur spekulieren, Maier vermutet, dass die Lehrerinnen möglicherweise ein größeres Verständnis für die Schülerinnen aufbringen und ein besseres Lernklima schaffen.

Ziel der umfangreichen Analyse zum Mathematikunterricht in der Sekundarstufe I (Landesweite Vollerhebung der Prüfungsergebnisse aller Realschulen mit rund 900 Klassen und 21´000 SchülerInnen) war es, Informationen über Erfolge und mögliche Problemfelder im Mathematikunterricht zu bekommen. Zur schnellen Orientierung enthält der Forschungsbericht die Ergebnisse im Überblick (S.´8) und eine Zusammenfassung der Ergebnisse (S.´96ff). Ein bemerkenswertes und überraschendes Ergebnis ist der unterschiedliche Prüfungserfolg von Lehrerinnen und Lehrern: Ein Vergleich der Prüfungsleistungen weiblicher und männlicher Lehrer zeigt, dass erstens weibliche Schüler, zweitens Schüler in Großstädten und drittens Minderheitengruppen (ausländische Schüler, Aussiedlerschüler) von weiblichen Lehrern deutlich profitieren. Quantifiziert man den Rückstand von Schülerinnen gegenüber Schülern bei Lehrerinnen mit dem bei Lehrern, so stellt man fest, dass er nur noch rund 1/4 so groß ist wie bei Lehrern. Angesichts dieser Quantitäten muss man sich fragen, ob in den letzten Jahren bei der Frage nach Ursachen der Geschlechtsunterschiede im Fach Mathematik nicht über das falsche Thema diskutiert worden ist.

Den kompletten Bericht finden Sie unter: http://www.freidok.uni-freiburg.de/volltexte/120/

 

    

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